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WIR MÜSSEN ALLES TUN, WAS NACH BESTEM WISSEN UND GEWISSEN MÖGLICH IST

Regie: Jörg A.EGGERS
Kamera: Franz KONRAD
Drehbuch: Jörg A.EGGERS
Crew: Schnitt: Ine JEZO-PAROVSKY
Jahr: 1975
Dokumentarfilm (60 min.)

Dieser Dokumentarfilm zeigte 1975 das erste Mal Aufnahmen von behinderten Kindern aller Abstufungen ohne Beschönigung im österreichischen Fernsehen.
Der Regisseur und Drehbuchautor Eggers erspart uns aber den Horror den man aus dieser Problematik und diesen Bildern machen hätte können, auch wenn er uns nicht völlig von der Wahrheit und der Realität verschonen kann und wahrscheinlich will. Der Film soll uns hinführen zu einem Versuch des Verständnisses für diese Kinder und vor allem für das Pflegepersonal in den Behindertenheimen, die die Pflege und die Zuwendung zum behinderten Kind nicht nur wie versichert wird, gerne machen, sondern, die - vom "Ertragen des ganzen Elends dieser Kinder ist gar nicht die Rede" - sich von diesen Kindern beschenkt fühlen, weil Behinderte auf Zuneigung mit größerer Dankbarkeit und Zuwendung reagieren als Gesunde. Auch dem Regisseur ist es, wie er am Ende des Filmes gesteht, am Anfang der dreiwöchigen Dreharbeiten schwergefallen einem behinderten Kind, dessen Anblick uns allen manchmal nicht angenehm ist, die Hand zu geben oder es auf den Arm zu nehmen, und er möchte eigentlich nichts anderes als den Versuch unternehmen, Vorurteile abzubauen und helfen, dass das Verständnis für diese behinderten Kinder in irgend einer Weise möglich ist. Diese behinderten Kinder sind das Abbild des Schwachen in unsere Gesellschaft.
Nach dem letzten Weltkrieg war die Hilfsbereitschaft des Einzelnen durch die Schicksalsgemeinschaft aller, größer, und ist es auch heute noch, im kleineren überschaubaren Rahmen wie man ihn im ländlichen Raum noch findet.
In der komplexen Gesellschaft der Stadtkultur ist der Schwache an sich in Gefahr und auch eine Gesellschaft, die sich nicht mehr um den Schwachen kümmert, droht auseinanderzufallen. Zu den Schwächsten gehören sicherlich behinderte Kinder. Wenn man für diese sich nicht mehr verantwortlich fühlt, könnte man morgen sich auch für die Schwachen nicht mehr verantwortlich fühlen, und dann auch irgendwann einmal zu den etwas schwächeren keine Brücke mehr finden wollen.
Minderheiten ja aber auch unsere Kinder und unsere alten Menschen können sich in einer Gesellschaft sicher und geborgen fühlen, wenn diese auch an die Schwächsten, an die behinderten Kinder noch denkt....

Ein erschütterndes Teledokument.
Arbeiter-Zeitung

Eine Fernsehtat. HÖRZU

Ein Hoffnungsstrahl für betroffene Eltern und eine aufklärende
Sympathiewerbung für geistig Behinderte...
Wochenpresse


Das Fernsehen ist nur noch in den seltensten Augenblicken in der Lage, uns zu berühren. Denn auf Tiefgang wird ja kaum noch Wert gelegt. Mit diesem Film aber, wurde viel Versäumtes wieder gutgemacht...
Kronen Zeitung


...Titel und gleichzeitig Bekenntnis, Forderung einer der aufwühlendsten Dokumenta-tionen, die der ORF seit langem ausgestrahlt hat... Dieser Film schlug Brücken. Der wertvollsten einer. KURIER

Ratzenböck: Sie haben eine große menschliche Leistung vollbracht.
Neues Volksblatt

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